Eintritt frei mit VIP-KARTE der VriendenLoterij (1 Person pro Karte)
Vom 1. November 2026 bis zum 20.Juni 2027
Ab Herbst 2026 entdecken Sie im Lalique-Museum eine andere Seite von René Lalique: den Künstler der alltäglichen Schönheit. Bewundern Sie Gebrauchsgegenstände wie Tintenfässer, Trinkgläser, Karaffen, Puderdosen und Uhren. Außerdem werden Glaspaneele, dekorative Schalen und Skulpturen ausgestellt.
„Indem wir den Begriff ‚Schönheit‘ populär machen, verbessern wir die Gegenwart und bereichern wir die Zukunft.“
René Lalique, zitiert von Félix Marcilhac
René Lalique: catalogue raisonné de l'œuvre de verre, S. 76
Geschirrsets
In den 1920er und 1930er Jahren produzierte Lalique in seiner Fabrik in Wingen-sur-Moder in großem Umfang Geschirrsets. Dies war ein wichtiger Schritt in seiner Karriere. Er entwickelte effiziente Produktionsprozesse, um seine Entwürfe für ein breites Publikum erschwinglich zu machen. Die Geschirrsets zeugen somit nicht nur von Laliques Kreativität, sondern auch von seinem unternehmerischen Gespür.
Im Vergleich zu vielen seiner anderen Werke sind die Geschirrsets schlicht gestaltet. Ihr klares, elegantes Erscheinungsbild passt perfekt zum Art déco, das in dieser Zeit seinen Höhepunkt erreichte.
Uhren
In Laliques Uhren vereinen sich Kunst und Technik. Das dekorative Glasgehäuse und das kunstvolle Uhrwerk bilden zusammen ein ästhetisches Ganzes.
Ein Teil der Uhrwerke stammt vom französischen Hersteller ATO. Dieses Unternehmen wurde vom innovativen Uhrmacher Léon Hatot (1883–1953) gegründet. Ab 1920 entwickelte ATO batteriebetriebene elektrische Uhren. Diese waren damals noch relativ neu, wurden aber schnell populär.
Die Uhren im Lalique-Museum zeigen Darstellungen von Vögeln. Entdecken Sie die verschiedenen Arten, wie Lalique dieses Thema darstellte.
Schalen
Laliques dekorative Schalen sind sowohl technisch als auch optisch beeindruckend. Sie zeichnen sich durch ihre großzügige Größe, leuchtende Farben und detailreiche Dekore aus. Mit einem Durchmesser von nicht weniger als 39 Zentimetern waren diese Schalen echte Prunkstücke.
Ein Beispiel hierfür ist die himmelblaue Flora-bella. Diese Schale aus dem Jahr 1930 wurde von René Laliques Tochter Suzanne entworfen. Derselbe Blauton findet sich auch in den Phàlenes wieder, auf denen Motten um den Stempel einer Blume zu fliegen scheinen.
Lalique stellte nicht nur Tiere dar, die traditionell als edel gelten, wie Pfauen und Schwäne. Auch Insekten wie Käfer, Wespen und Motten erhielten einen prominenten Platz. Damit verschob er die Grenze dessen, was als schön und kostbar gelten durfte.
Tintenfässer
Zwischen 1910 und 1927 entwarf Lalique achtzehn verschiedene Tintenfässer, die er Stück für Stück zu kleinen Kunstwerken erhob.
Viele Tintenfässer weisen Merkmale des Art déco auf, wie beispielsweise die Myrtilles aus dem Jahr 1924. Diese ist mit einem stilisierten Heidelbeerstrauch aus glattem schwarzem Emaille verziert. Andere Entwürfe knüpfen eher an den Jugendstil an, auch wenn dieser Stil zu dieser Zeit bereits aus der Mode gekommen war. So zeigt die Trois Sirènes aus dem Jahr 1921 Meerjungfrauen – ein beliebtes Motiv des Jugendstils – in fließenden und anmutigen Linien.
Laliques Tintenfässer sind somit ein gutes Beispiel für seine künstlerische Eigenwilligkeit. Er ließ sich nicht vom vorherrschenden Kunststil einengen, sondern hielt an seiner eigenen Vision fest. Genau das macht sein Werk so unverwechselbar.
Entdecken Sie Laliques einzigartige Handschrift im Lalique-Museum.